Jobcenter

Jobcenter - Schluss mit dem Dauerstress

Jobcenter - Schluss mit dem Dauerstress

Die Ausstattung der Jobcenter mit Personal durch die kommunalen Träger und die BA war von Beginn an unzureichend.

Die 2005 mit der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe sowie der Pauschalierung der einmaligen Beihilfen verbundene Hoffnung auf Erleichterung und Vereinfachungen hat sich als falsch erwiesen.

Seit Jahren beklagen wir die Praxis der befristeten Arbeitsverhältnisse und die insgesamt unzureichende Personalausstattung. Befristet Beschäftigte können nicht längerfristig planen, sind dadurch hoch belastet und die Jobcenter verlieren regelmäßig eingearbeitetes Personal.

In der jüngsten Vergangenheit haben, statt einer längst überfälligen Entlastung des Personals durch Neueinstellungen und Vereinfachungen, die Einführung von ALLEGRO und des 4-Augen Prinzips zu weiteren, zusätzlichen Arbeitsbelastungen geführt.

Der Referentenentwurf zur  9. Änderung des SGB II mit dem Ziel der „Rechtsvereinfachung“  lässt ebenfalls nicht erkennen, wie es damit zu realen Entlastungen kommen soll. Im Gegenteil: Der Dauerstress wird durch die darin vorgesehene monatliche Abarbeitung des Datenabgleichs nochmals erhöht!

Ergebnis ist: Die Arbeitsbelastung steigt weiter - Damit muss Schluss sein!

Wir, die ver.di KollegInnen in den Jobcentern, fordern

- eine verbindliche, sachgerechte, nachvollziehbare Personalbemessung

- unbefristete Beschäftigung in den Jobcentern

- ausreichende finanzielle Ausstattung der Jobcenter um die Eingriffe in den Eingliederungstitel zu verhindern