Betriebskrankenkassen

BKK LV Bayern Altersversorgung 26.05.2014

BKK LV Bayern Altersversorgung 26.05.2014

Seitens des BKK Landesverbandes wurde der Altersversorgungstarifvertrag zum 31.12.2013 gekündigt und befindet sich für die Gewerkschaftsmitglieder in der tariflichen Nachwirkung (§ 4 Abs. 5 TVG). Die Nachwirkung bedeutet hier, der Tarifvertrag ist weiterhin uneingeschränkt gültig.

Ausgangssituation

Als Bemessungsgrundlage für die Höhe der betriebliche Altersrente wird das in den letzten drei Jahren vor Eintritt in den Ruhestand erzielte durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen (einschließlich „Weihnachtsgeld“) herangezogen (§ 5 Abs. 2 TV-AV). In der Regel erzielt ein Beschäftigter sein höchstes Einkommen (sei es durch Höhergruppierungen in der Vergangenheit oder durch Tariferhöhungen) in den letzten Jahren vor dem Ruhestand. Nachdem die gesetzliche Rentenversicherung immer weniger an Leistungen bietet (siehe Absenkung der Rentenhöhe), wird zur Vermeidung der Altersarmut die betriebliche Altersversorgung immer wichtiger. Um im Lebensstandard nicht zu weit zurückzufallen und die Minderung der gesetzlichen Rente etwas auszugleichen, ist in der Regel die Berechnungsform über die Betrachtung des Einkommens der letzten drei Jahre eine positive Regelung, die wir nicht leichtfertig aufgeben wollen.   

Arbeitgebervorstellung

Die Arbeitgeberseite möchte einen Systemwechsel vornehmen. Um zu vermeiden, dass bei Höhergruppierungen rückwirkend Beiträge in die Versorgung einbezahlt werden müssen, soll ein prozentualer Anteil des Monatseinkommens durch den Arbeitgeber in die Altersversorgung einbezahlt werden. Ein solches Modell würde für den Arbeitgeber für jedes Jahr planbare Kosten bedeuten.

Bewertung

Bei der letzten Personalversammlung konnte man Frau Vorständin König in ihrem Redebeitrag dahingehend verstehen, dass sich für die Beschäftigten nichts ändern soll. Wir interpretieren dies so, dass das Leistungsniveau sich nicht ändern soll, jedoch die Finanzierung der Altersversorgung. Die Altersversorgung ist für uns ein sehr ernstes Thema, da hier entschieden wird, wie ein (hoffentlich) langer Lebensabschnitt finanziell begleitet wird. Nachdem bisher keine Vergleichsberechnungen von Seiten des Arbeitgebers vorgelegt wurden, kann die Tarifkommission weder eine vorläufige oder endgültige Bewertung der Arbeitgebervorstellung vornehmen.   

Wie weiter ?

Ein gekündigter Tarifvertrag ist für beide Seiten kein Beinbruch, aber auch kein Zustand der allgemeinen Freude. Die einzige Lösung ist aus ver.di-Sicht das miteinander reden und das Ringen um die beste Lösung für die Beschäftigten, wobei wir selbstverständlich auch die Gesamtsituation des BKK Landesverbandes Bayern, z.B. die finanzielle Situation, einbeziehen.   

Wir werden weiter informieren.