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DAK-Gesundheit Tarifinfo

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Verhandlung zum Gesundheits-Tarifvertrag: Keine Einigung in Sicht
Zu dick oder Raucher? Zu welcher Risikogruppe gehören Sie?

Den von ver.di vorgelegten Entwurf, der ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Gesundheitsförderung aller  Beschäftigten enthält, hat der Vorstand bis zur Unkenntlichkeit gekürzt. Sowohl die Zuschüsse für Gesundheitsmaßnahmen für alle Beschäftigten, unterstützende Maßnahmen zur spürbaren Gesundheitsförderung, die Schaffung eines individuellen Gesundheitskontos als auch nahezu alle anderen Vorschläge zur Entlastung wurden von Seiten des Vorstands der DAK-Gesundheit konsequent abgelehnt. Statt ernsthaft und mit dem Willen zur Einigung über unseren Vorschlag zu verhandeln, reichte der Vorstand einen Gegenentwurf ein, der mit einem Tarifvertragsentwurf
nahezu keine Ähnlichkeit hat. Dabei schreckte er auch nicht davor zurück, bestehende Dienstvereinbarungen konsequent zu ignorieren.

Erneut sollen die Beschäftigten ihren Teil einbringen und selbst für die eigene Entlastung sorgen.

So sollen z.B. bestimmte gesundheitlich gefährdete Beschäftigte (Rauchende, Übergewichtige etc.) einen individuellen Zuschuss erhalten, damit sie sich mit ihrer eigenen Gesunderhaltung beschäftigen und ihre Arbeitsfähigkeit effizient nutzen
und erhalten. Beschäftigte, die sich bereits gesundheitsbewusst verhalten, sollen leer ausgehen.

Dazu sagen wir NEIN!

In der Argumentation wird damit vom Arbeitgeber auch noch unterstellt, dass einige Beschäftigte aufgrund ihres Verhaltens den übrigen Beschäftigten Mehrarbeit bescheren.

In der Konsequenz seien die Beschäftigten an der aktuellen Belastungssituation also zumindest teilweise selbst schuld.
Die zunehmende Anzahl von Überlastungsanzeigen veranlasst die Arbeitgeberin leider auch jetzt nicht, konkrete
Maßnahmen zu definieren. Auch die Frage »Wie geht die DAK-Gesundheit damit um?«, blieb unbeantwortet.

Klar ist:

  • Die Mehrbelastung entsteht nicht durch die Beschäftigten, sondern durch Unternehmensentscheidungen.
  • Mit ver.di gibt es nur eine Regelung, von der alle Mitglieder partizipieren.
  • Eine Differenzierung innerhalb der Belegschaft und Brandmarkung Beschäftigter wird es mit uns nicht geben.

Es reicht nicht aus, den Dienststellenleitungen ein Budget von 5 Euro pro Beschäftigtem jährlich für gesundheitsförderliche Maßnahmen in der Dienststelle an die Hand zu geben.

Wir fordern einen umfassenden Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz und Entlastung!
Die Tarifverhandlungen werden am 14. Februar 2018 fortgesetzt.
Bis zu diesem Zeitpunkt will der Arbeitgeber konkretisierte Vorschläge vorlegen!