GKV Spitzenverband

Tarifinfo GKV-Spitzenverband

Tarifinfo GKV-Spitzenverband

Tarifrunde 2017 - Völlig unzureichendes Angebot!

Am 10. Juli 2017 fand die 1. Verhandlungsrunde zur Erhöhung der Entgelte statt. Nach mehreren Gesprächsrunden hat der Arbeitgeber folgendes Angebot unterbreitet:

■ vom 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018 Erhöhung um 1,8%
■ vom 1. Juli 2018 bis 31. August 2019 eine weitere Erhöhung um 2%
■ Laufzeit 26 Monate
■ Erhöhung der vermögenswirksamen Leistung von derzeit 10 Euro monatlich auf 20 Euro
■ Ablehnung der Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 38 Stunden
■ Ablehnung der ver.di-Vorteilsregelung
■ Ablehnung einer sog. Getränkeregelung im Rahmen des Gesundheitsschutzes

Dieses Angebot hat die ver.di-Tarifkommission als völlig unzureichend zurückgewiesen.

Die Erhöhungen belaufen sich lediglich in Höhe der geschätzten Inflationsrate. Nach vielen Jahren Reallohnverlust, extremen Mietpreis-Steigerungsraten an den Standorten des GKV-Spitzenverbandes und den tatsächlichen Preis-Steigerungsraten ist unsere Forderung von 6%, mindestens 250 Euro, gerechtfertigt. Auch die Erhöhung der vermögenswirksamen Leistung auf nur 20 Euro ist unzureichend. In der Branche sind seit vielen Jahren höhere Beträge vereinbart – warum also eine negative Ausnahme für den GKVSpitzenverband fortsetzen? Nimmt man Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand ernst, so muss auch hier eine Erhöhung auf 40 Euro möglich sein.

Einen großen Zeitraum der Verhandlung nahm unsere Forderung zur Arbeitszeitverkürzung ein. Der Arbeitgeber argumentierte mit dem Bedürfnis einer individuellen Möglichkeit der Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit! Diesem haben wir eine klare Absage erteilt.

Wir meinen:
In der Branche ist eine wöchentliche Arbeitszeit von 37 Stunden bis 38,5 Stunden geregelt. Hier gibt es keine Begründung, warum dies nicht auch im GKV-Spitzenverband gelten soll.
Stattdessen hat der Arbeitgeber Gegenforderungen gestellt:
Ausdehnung der »sachgrundlosen Befristungen« von derzeit 4 auf 5 Jahre sowie Ausdehnung der Zeit für Arbeitnehmerüberlassung, die gesetzlich auf 18 Monate festgelegt ist.

Diese Forderungen haben wir abgelehnt!

Die Tarifverhandlungen werden am 23. August 2017 fortgesetzt.


Von nix kommt nix!