IKK classic

IKK classic - ver.di-GPR-Info Nr. 1 vom 26.6.2015

IKK classic - ver.di-GPR-Info Nr. 1 vom 26.6.2015

In der Sitzung des Gesamtpersonalrates in dieser Woche haben die ver.di-Mitglieder erfolgreich interveniert, dass anders als bisher, die Gleitzeitguthaben nicht länger für die „downtime“ bei der Umstellung auf iskv 21c benutzt werden müssen. 

ver.di hat diese Regelung in der Gesamtdienstvereinbarung bereits schon im letzten Jahr kritisiert (siehe Flugblatt vom 5.9.2014) und auch in der letzten Woche abermals thematisch aufgenommen.

Die bisherige Regelung stellt einen Eingriff in die individuellen Arbeitsverträge dar. Dort ist geregelt, dass eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden zu erbringen ist.

Die Verpflichtung, die vereinbarte Zeit anwesend zu sein, ist eben auch ein Recht, diese Zeit vergütet zu bekommen.

Der Arbeitgeber kann nicht einseitig entscheiden, die Arbeit zu einer bestimmten Zeit nichtabzurufen. Hierfür gibt es keinerlei Rechtsgrundlage. Das unternehmerische Risiko muss beim Arbeitgeber bleiben und darf nicht auf unsere KollegInnen abgewälzt werden.

Nachdem sich der Gesamtpersonalrat mehrheitlich unserer Rechtsauffassung angeschlossen hat, warten wir nun auf die Reaktion des Arbeitgebers, ob es zur Veränderung in der Gesamtdienstvereinbarung (DV) kommt.

Unabhängig von der Entscheidung unseres Arbeitgebers, kann kein/e Kollege/ in verpflichtet werden, ihr/ sein Gleitzeit- guthaben dafür aufzubrauchen, weil die DV in ihrer jetzigen Fassung rechtswidrig ist.

ver.di-Mitglieder im GPR

Karin Funck, Oliver Mehlhorn, Gotthold Secker, Ilka Saarow, Tino Strnat, Roland Glasow und Mirko Thoß