KKH

Tarifinfo KKH

Tarifinfo KKH

Betriebliche Altersversorgung (bAV) Anlage 7 des KKH-Tarifvertrages

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

im KKH-Intranet wird von Herrn Buhr über das Spitzengespräch zwischen ver.di und der KKH-Verhandlungsführung (Vorstand Herr Dr. Vollert und Herr Buhr) am 23. März 2018 berichtet. Ziel des Gesprächs war eine lösungsorientierte Diskussion zur betrieblichen Altersversorgung.Die Darstellung im Intranet gibt jedoch nicht den tatsächlichen Inhalt des Gespräches wieder!

Entgegen den Darstellungen hat ver.di sich NICHT verweigert, sondern konstruktive Vorschläge gemacht, die auch in anderen Krankenkassen schon durch ver.di verhandelt und tarifiert wurden.

Fakt 1: Verweigerung von Sanierungsbeiträgen

ver.di hat der KKH als eine Möglichkeit die Lösung analog der AOK vorgeschlagen. Diese beinhaltet die Erhöhung der Eigenbeiträge der Beschäftigten als moderaten Sanierungsbeitrag, um die Leistungszusage der AOKen weiterhin einzuhalten (also keine Kürzung der betrieblichen Rente).

Fakt 2: Aktualisierung der Sterbetafeln auf Heubeck 2005 G

ver.di hat der KKH die Lösung analog der HKK vorgeschlagen, die eine identische Regelung zur betrieblichen Altersversorgung hat. Diese beinhaltet den Schutz des Besitzstands
und den Erhalt der Leistungszusage für ALLE heute Beschäftigten; Neubeschäftigte (mit Stichtagsregelung) erhalten mit den neuen Sterbetafeln eine abgesenkte Garantieverzinsung. Dies bedeutet die Sicherung der beitragsorientierten Leistungszusage auch für zukünftig Neueingestellte, wenn auch auf niedrigerem Niveau.

Fakt 3: Absenkung des Garantiezinses

ver.di hat der KKH angeboten, Neueingestellte wie z.B. bei der HKK im Sinne von Fakt 2 einen niedrigeren Garantiezins als heute gültig zu verabreden; Altbeschäftigte behalten den
Besitzstand!

Fakt 4+5: Handlungsbedarf und Deckungslücke

ver.di hat mehrfach die KKH darum gebeten, den Handlungsbedarf und die Deckungslücke nachzuweisen. Wegen Differenzen in der Bewertung des externen Gutachtens kommen
ver.di und KKH zu unterschiedlichen Bewertungen. Die KKH sollte jetzt Rückstellungen bilden, um die Bedarfe der betrieblichen Altersversorgung abzudecken, wenn sie ihrem Gutachten glaubt. Geschieht dies nicht, vergessen Verwaltung und Vorstand ihren Auftrag: der sorgsamen Geschäftsführung. Das Bundesversicherungsamt und der Verwaltungsrat wären dann gefordert.

Denn was Herr Buhr und der KKH Vorstand will ist eindeutig:
Den Eingriff in die zugesagten Ansprüche der Beschäftigten auf betriebliche Altersversorgung bis hin zu teilweisen Einbehalten zukünftiger Gehaltserhöhungen bei der KKH!

Das macht ver.di nicht mit! Leistungseingriffe wird es nicht geben. ver.di hat Vorschläge unterbreitet – wir erwarten einen konstruktiven Umgang mit den Vorschlägen!