KKH

KKH - Entgelttarifverhandlungen 2015: Angebot der KKH beträgt …

KKH - Entgelttarifverhandlungen 2015: Angebot der KKH beträgt 1,3 %

Reaktionen von ver.di Mitgliedern und Beschäftigten

Das Angebot der Arbeitgeberseite löst bei sehr vielen Beschäftigten keine Glücksgefühle, sondern zum Teil sogar Entsetzen aus. Nachvollziehbar!

Die 1,3% bedeuten über die vom Arbeitgeber angebotene Laufzeit von 18 Monaten eine Steigerungum 0,866%.

Das liegt weit hinter den Tariferhöhungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen, die, wie bereits im letzten ver.di-Tarifinfo dargestellt, eine Steigerung der Entgelte mindestens 5% über 24 Monate beinhalten.

Aber nicht allein die völlig unzureichende Steigerung der Entgelte führt zu Unverständnis bei den ver.di-Mitgliedern und Beschäftigten der KKH, sondern auch die Bestrebungen des Arbeitgebers, in die Anlage 7, Betriebliche Altersversorgung, eingreifen zu wollen.

Die Betriebliche Altersversorgung ist ein hohes Gut. Sie ist ein wesentlicher der Alterssicherung. Die Versorgungslücke im Alter wächst weiter. Umso wichtiger ist es, gute tarifliche Regelungen wie hier zur Betrieblichen Altersversorgung zu schützen.

Eingriffe in Besitzstände sind für ver.di ein No Go!

Egal in welchem Zusammenhang – Besitzstände sind nicht ohne Grund vereinbart worden. Es ging und geht stets darum, bei Neuregelungen oder veränderten Regelungen erreichte Ansprüche von Beschäftigten nicht wegfallen zu lassen. Eine Anrechnung tariflich vereinbarter Entgelterhöhungen bedeutet nichts anderes als Abschmelzung und Benachteiligung von Beschäftigten, die in anderen Zusammenhängen und vor anderen Hintergründen Besitzstände haben.

Und dass Beschäftigte durch Kompensationen ihre Entgelterhöhungen indirekt selbst finanzieren sollen, ist kurz gesagt unerträglich.

Durch die Neugestaltung der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Situation für alle gesetzlichen Krankenkassen nicht einfacher geworden. Der durch den Gesetzgeber weiter forcierte Wettbewerb zwischen den einzelnen Krankenkassen darf aber nicht auf den Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Wir werden weiterhin in den Verhandlungen die Interessen unserer ver.di-Mitglieder und Beschäftigten der KKH vertreten.

Verhandlungen sind gut und wichtig, um positive Veränderungen herbeiführen zu können.

Und die Erfahrung zeigt: Aktionen sind gut und wichtig, um den berechtigten Forderungen nach einer gerechten Entgelterhöhung Nachdruck zu verleihen.