MDK MDS

MDK Tarifrunde 2018

MDK Tarifrunde 2018

Arbeitgeber starten mit Billigangebot

Das konkrete Angebot:

  • Erhöhung der Gehälter um 2,2% - die Aufteilung auf lineare Erhöhung und Einmalzahlung ist noch verhandelbar.
  • Der Tarifvertrag soll für eine Laufzeit von 12 Monaten abgeschlossen werden.

Die weiteren ver.di Forderungen lehnten die Arbeitgeber ab.

Einen Mindestbetrag in Höhe von 170 €, der insbesondere in den unteren Tarifgruppen wirken würde, ist aus Arbeitgebersicht nicht machbar. Begründung des Arbeitgebers: Hier haben wir kein Rekrutierungs-Problem. Das Gehaltsniveau für diese Tätigkeiten sei völlig ausreichend. Wir finden zu diesen Gehältern problemlos Bewerber.
Eine überproportionale Anhebung der Vergütung in der VG 7 um 250,-€, maximal auf den Vergütungsbetrag der VG 8 ist aus Arbeitgebersicht ein Thema, das in den Manteltarifverhandlungen geklärt werden soll/muss.

Zur grundsätzlichen Forderung nach einem wertschätzenden Tarifabschluss, insbesondere vor dem Hintergrund der ständig steigenden Belastungen, führten die Arbeitgeber aus:
...die Belastungen bestätigen wir, die haben wir aber in den einzelnen MDK auf unterschiedliche Weise honoriert...
...durch Neueinstellungen im Bereich der Gutachter in einer Größenordnung von 23%, haben wir den erhöhten Belastungen in der Personalbemessung angemessen entsprochen...

Die Bewertung der ver.di-Tarifkommission:
Eine Erhöhung im Volumen von 2,2% auch bei 12 Monaten ist nicht „marktgerecht“!
Eine Korrektur der Vergütung für Beschäftigte in den unteren Tarifgruppen mit der Begründung abzulehnen, dass dies nicht erforderlich sei, man habe ja im Zweifel genügend Bewerber, ist sicherlich nicht wertschätzend.
Die (wiederholte) Verschiebung einer Korrektur der nicht angemessenen Vergütung für gutachterliche Tätigkeit mit der VG 7 bedeute: Einkommensgerechtigkeit muss warten.

Besondere Belastungen – alles soll besser/gut werden – unsere Erfahrung ist anders!
Jetzt brauchen wir die Unterstützung der Beschäftigten! Die Verhandlungen sollen am 7.3. fortgesetzt werden (dieser Termin ist noch in Abstimmung). Bis dahin muss für den Arbeitgeber deutlich werden, dass die Beschäftigten dieses Angebot nicht akzeptieren. Jetzt Mitglied werden – nur so können wir mehr durchsetzen!