Bundesagentur für Arbeit

Berufsberatung in der BA benötigt deutliche Verbesserungen!

Arbeitsverwaltung

Berufsberatung in der BA benötigt deutliche Verbesserungen!

Der Bundesfachgruppenvorstand Arbeitsverwaltung unterstützt dazu die Initiative des Hauptpersonalrats.
Unterstützung Vereinbarung Handschlag Hilfe rawpixel, Pixabay.com Wir fordern deutliche Verbesserungen für die Berufsberatungskräfte in der Bundesagentur!

Dass Berufsberaterinnen und -berater sich regelmäßig direkt an den Vorstand und andere Verantwortliche der Bundesagentur für Arbeit (u.a. den Verwaltungsrat) wenden, macht ein großes Ausmaß an Unzufriedenheit mit den gegenwärtigen Umständen deutlich.

ver.di unterstützt deshalb die Initiative des Hauptpersonalrats, Verbesserungen für unsere Kolleginnen und Kollegen der Berufsberatung beim Arbeitgeber einzufordern:

  • Die BA muss Arbeitsplätze am „Beratungsort Schule“ zur Verfügung stellen, die den jeweils aktuell gültigen Arbeitsschutzbestimmungen entsprechen!
  • Die IT-Ausstattung der Beraterinnen und Berater muss (auch) am „Beratungsort Schule“ nutzbar sein! Dies bedingt einen von der jeweiligen Schulsituation unabhängigen, zeitgemäßen Zugang zu den BA-Anwendungen und zum Internet, aber auch zu erforderlicher Hardware (z.B. Druckern).
  • Das Regionale Infrastrukturmanagement (RIM) muss personell in die Lage versetzt werden, den zusätzlichen Support (z.B. für Tablets und sinnvollerweise dienstliche Smartphones) leisten zu können!
  • Die auf Hypothesen beruhenden Durchdringungsgrade müssen an den realen Bedarf angepasst werden! Dabei sind Abwesenheitszeiten der Beratungskräfte (u.a. Qualifizierung, Zertifizierung), die regionalen Schulstrukturen und die tatsächlichen Bedingungen in den Regionen und Schulen zu berücksichtigen!
  • Die Personalausstattung ist zu überprüfen! Das derzeitige Verhältnis „Beraterin/Berater zu Schulen/Klassen“ geht zahlenmäßig nicht auf!

Die noch nicht vollständig vorliegenden Zertifizierungsregularien sorgen für zusätzliche Verunsicherung. Das einschlägige Konzept muss schnellstmöglich finalisiert werden. Allerdings vernachlässigt die bisherige Herangehensweise die von den Kolleginnen und Kollegen bereits erbrachten Leistungen und nachgewiesenen Prüfungen komplett.

Unsere Kolleginnen und Kollegen in der Berufsberatung:

  • haben bereits seit vielen Jahren Beratungserfahrung vorzuweisen und/oder,
  • haben einen Abschluss als Berater/-in an der Fachhochschule der BA und/oder,
  • haben eine Qualifizierungsmaßnahme über 6-9 Monate als Berater/-in mit Auswahltest und Abschlussprüfung absolviert und/oder
  • haben eine Ausbildung zum Fallmanagement oder Inga-Berater/-in erfolgreich absolviert und/oder,
  • haben ein entsprechendes Studium außerhalb der BA mit Erfolg abgeschlossen.

Und wir haben Beamtinnen und Beamte:

  • die nach den bisherigen Bewertungsmaßstäben lediglich unterwertig angesetzt waren,
  • in der Besoldungsgruppe A 10, welche die Chance erhalten müssen, die Zertifizierung schnellstmöglich absolvieren zu können.

Die BA muss dafür Sorge tragen, dass notwendige fachliche Qualifizierungen rechtzeitig erfolgen bzw. schleunigst nachgeholt werden können! Dafür sind entsprechende personelle Ressourcen in der Bildungsorganisation zu schaffen!

Es geht – bei aller Kritik an der Zertifizierung – ausdrücklich nicht darum, dass unsere Kolleginnen und Kollegen nicht bereit wären, sich weiterzubilden.

Vielmehr fordern wir:

  • die Anerkennung der Lebensleistung zur Stärkung der Beschäftigten-Motivation, statt diese zu gefährden,
  • vollständige und umfassende Information über die konkrete Durchführung und Inhalte der Zertifizierung,
  • Vermeidung unnötiger Ressourcenentzüge!

Weiterhin steht für ver.di fest, dass die Personalisierung der Berufsberatung vor und auch im Erwerbsleben nicht zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen anderer Bereiche (z.B. Operativer Service, Interner Service, Regionales Infrastrukturmanagement) gehen darf. Eine Umschichtung aus der arbeitnehmer- bzw. arbeitgeberorientierten Vermittlung oder Internen ganzheitlichen Integrationsberatung (Inga) darf es nicht geben! Die Vermittlungseinheiten dürfen auch angesichts der schwächelnden Konjunktur personell nicht geschwächt werden!

Stattdessen bedarf es endlich einer realistischen Betreuungsrelation für die Kolleginnen und Kollegen der Vermittlung!

Unser Informationsblatt zum Thema gibt es hier zum Download, gerne auch zum Ausdrucken und Verteilen:


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