Jobcenter

Arbeitskreis Jobcenter: Die ersten 100 Tage sind noch nicht vorbei

Arbeitskreis Jobcenter: Die ersten 100 Tage sind noch nicht vorbei

Die ersten 100 Tage sind noch nicht vorbei

Von der GroKo wünschen sich die Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern endlich bessere Rahmenbedingungen: Mehr Personal, ausreichende finanzielle Mittel und eine Wertschätzung ihrer Arbeit.

Wir – die Beschäftigten in den Jobcentern – fordern die neue Bundesregierung auf, sich ihrer sozialpolitischen Aufgabe und ihrer Verantwortung für die Organisation und Ausstattung der Jobcenter zu stellen.

Folgende Themen wurden in der Vergangenheit vernachlässigt und müssen schleunigst angegangen werden:

Anerkennung und Wertschätzung
Die Beschäftigten der Jobcenter kümmern sich um die Auszahlung von Geld. Sie beraten bei der Arbeitssuche, der Qualifizierung und in vielen Fragen des täglichen Lebens. Sie sind wichtige Lotsen im sozialpolitischen System und sichern den sozialen Frieden in unserer Gesellschaft.

Die Personalsituation
Viele Kolleginnen und Kollegen sind seit Jahren überlastet. Betreuungsschlüssel und Fallzahlen entsprechen in keiner Weise den Anforderungen, die Politik, Träger und Leistungsberechtigte an uns stellen.

Die Finanzierung der Verwaltungskosten
Die Unterfinanzierung der Verwaltungskosten führt regelmäßig zur Entnahme von Mitteln aus dem Eingliederungstitel. Diese Mittel fehlen, um die Leistungsberechtigten wirksam zu fördern.

Rechtsvereinfachung
Leistungsberechtigte, Beschäftigte und Gerichte brauchen eindeutige, klare und praxistaugliche gesetzliche Regelungen.

ausufernde Controlling-Daten
Zu viel Arbeitszeit wird für die Erhebung und Verwaltung von Controlling-Daten aufgewendet. Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Daten.

Eigenverantwortung der Jobcenter
Unter anderem Personalauswahl, Bezahlung der Beschäftigten, Einkauf von Dienstleistungen und Organisation gehören, unter Einhaltung der Mitbestimmung, in die Hände der Geschäftsführung.

Mitbestimmung
Die besonderen Anforderungen an die Personalvertretungen, die die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den gemeinsamen Einrichtungen vertreten, müssen im Bundespersonalvertretungsrecht berücksichtigt werden.