BARMER

Tarifinfo: Zum "TV Zukunft" bei der BARMER

Gesetzliche Krankenversicherung

Tarifinfo: Zum "TV Zukunft" bei der BARMER

Geht es nach der Geschäftsführung, sollen bisher „unkündbare“ Beschäftigte ausnahmsweise kündbar sein!

TV „Zukunft“ – geht es nach der BARMER, sollen bisher „unkündbare“ Beschäftigte ausnahmsweise kündbar sein!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Tarifverhandlungen am 29./30. Mai 2018 in Wuppertal hielten einige Überraschungen bereit – nicht alle positiver Natur.

TV Zukunft:
In Sachen Klärung des Ziels eines derartigen Tarifvertrages und seiner möglichen Struktur sind wir ein ganzes Stück weitergekommen. Einigkeit besteht darin, dass Zukunft mehr umfasst als Rationalisierungsanforderungen. Es geht um Begleitung des Demografischen Wandels, Digitalisierung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Lebensarbeitszeitkonten u.a.m.
Dem ist grundsätzlich nichts hinzuzufügen. Allerdings hängt die Zukunft ebenso davon ab, was wir heute nicht tun.
Und eines tut ver.di ganz sicher nicht! Das Aufweichen der Regelung 6.2 MTV, wonach für die Beschäftigten nach einer Beschäftigungszeit von 20 Jahren eine ordentliche Kündigung ausgeschlossen ist.
Warum kommen wir darauf?
Genau das ist eine Forderung der Arbeitgeberin, wenn es um ggf. zukünftige Maßnahmen geht.

Teil 5 des Tarifvertrages Alters- und Hinterbliebenenversorgung(alte Pensionsaksse)
Die nächste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: Zukünftig soll es – geht es nach der Arbeitgeberin – bei frühzeitigem Renteneintritt im Rahmen der Gesamtversorgung keinen Ausgleich des Kürzungsbetrages mehr für den frühzeitigen Renteneintritt geben. Begründung der Arbeitgeberin: Im Rahmen der Gesamtversorgung müsste die BARMER die Kürzungen größtenteils über höhere Ruhegeldzahlungen ausgleichen. Hierdurch werden voraussichtlich Mehrkosten von monatlich ca.100.000 € ausgelöst. Diese deutliche Verschlechterung zu Lasten der BARMER sei nicht hinnehmbar.
Zusammengefasst bedeutet die Forderung, dass ver.di:

  • für ein geschlossenes System,
  • für einen eingegrenzten Personenkreis,

eine Verschlechterung tarifieren soll, weil eine Regelung in dem dazugehörigen Tarifvertrag, die seit sehr vielen Jahren bereits existiert jetzt erst eintritt: Nämlich, dass die BARMER für die Kürzungen in der Pension aufkommt. Das finden wir mehr als moralisch verwerflich und werden diesen Schritt nicht mitgehen!

TV „Gewinnungsprämie
Hier ist leider ebenfalls noch keine Einigung zu verzeichnen. Für ver.di kann eine Lösung, wonach die Beschäftigten der VG 7, die bisher bereits eine geringe Prämie pro Aufnahme erhalten, nicht darin bestehen, dass sie zusätzlich zu dem noch einen Sockel erbringen sollen, der deutlich über dem derzeitigen Sockel liegt.

Die Verhandlungen werden am 3./4. Juli 2018 in Berlin fortgeführt.

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