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Die BARMER zum Tag der sozialen Gerechtigkeit

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Die BARMER zum Tag der sozialen Gerechtigkeit

Die ver.di-Fraktion in der BARMER möchte ihren Beitrag leisten für ein friedliches Zusammenleben.
Soziale Gerechtigkeit social justice netsay, clipdealer.de Deutschland liegt bezüglich sozialer Gerechtigkeit im internationalen Vergleich auf den hintersten Rängen.

Der 20. Februar ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Dieser Tag wurde 2009 von den Vereinten Nationen eingeführt und soll an das Leitbild der sozialen Gerechtigkeit in Gemeinschaften erinnern.

Für die UN gehört soziale Gerechtigkeit zu den wichtigsten globalen Aufgaben, um Entwicklungsprozesse und die Würde des Menschen zu stärken. Dazu zählen die Rechte von indigenen Völkern und Migrant*innen, genauso wie die Rechte von Menschen, die aufgrund von Alter, Ethnie, Religion, Kultur, Behinderung oder Geschlecht benachteiligt werden. 

Für viele Menschen auf der Welt sind Armut, Hunger und Benachteiligung traurige Realität.

Dabei gilt soziale Gerechtigkeit als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben und stellt mit Solidarität zusammen wichtige Werte unserer Gesellschaft und den Grundstein für eine bessere Zukunft für Kinder, Frauen* und Männer* dar.

In der politischen Diskussion in Deutschland wird der Begriff seit der Agenda 2010 und den Hartz-IV-Gesetzen wieder vermehrt verwendet und steht in der sozialstaatlichen Diskussion unter anderem für den Wunsch nach einem höheren Maß an sozialer Gleichheit und sozialer Sicherung. Zuletzt tauchte der Begriff auch z. B. in der Diskussion um die ungleicher werdende Einkommensverteilung und die Bankenrettungspakete auf. 

Einer von fünf Arbeitnehmern lebt immer noch in mäßiger oder extremer Armut, geografische Unterschiede erschweren den Zugang zu menschenwürdiger Arbeit, viele Arbeitnehmer sehen sich mit stagnierenden Löhnen konfrontiert, die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern überwiegt und die Menschen profitieren nicht in gleichem Maße vom Wirtschaftswachstum.

Statement der Vereinten Nationen (UN), 2020

Der Bevölkerung soll eine existenzsichernde Teilhabe an den materiellen und geistigen Gütern der Gemeinschaft garantiert werden. Insbesondere wird auch angestrebt, eine angemessene Mindestsicherheit zur Führung eines selbstbestimmten Lebens in Würde und Selbstachtung zu gewährleisten. Niemand soll durch Krankheit oder Not benachteiligt werden.

Seit den Ergebnissen der PISA-Studien, die gezeigt haben, dass in Deutschland die soziale Herkunft sich oft entscheidend auf die Bildungschancen auswirkt, wird insbesondere auch die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit des Bildungssystems diskutiert.

Nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF wächst die Kinderarmut in Deutschland schneller als in den meisten anderen Industriestaaten. Neben den PISA-Studien sehen auch andere international vergleichende Bildungsstudien (z. B. Euro-Student-Report, UNICEF-Studie: Educational Disadvantage in Rich Nations) Deutschland auf den hintersten Rängen bezüglich sozialer Gerechtigkeit.

Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte im Januar 2011 eine Studie, in der soziale Gerechtigkeit als Teilhabegerechtigkeit aufgefasst wird. Bei dieser geht es im Unterschied zu einer „gleichmachenden“ Verteilungsgerechtigkeit oder einer formalen Regelgerechtigkeit darum, „jedem Individuum tatsächlich gleiche Verwirklichungschancen durch die gezielte Investition in die Entwicklung individueller ‚Fähigkeiten‘ zu garantieren.“

Besonders kritisiert wurden u. a. die hohe Kinderarmut, die starke soziale Benachteiligung im Bildungssystem, sowie eine unzureichende Förderung von Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit.

Der heutige Tag soll jeder in der Politik tätigen Person sowie die gesamte Weltbevölkerung an das Problem erinnern und dazu führen, gemeinsam etwas zu ändern.

Wir als ver.di Fraktion in der BARMER möchten daher an der Aufklärung zu diesem Thema teilnehmen. Dauerhafter Friede und Stabilität basieren auf nachhaltiger Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit. Frei gewählte Arbeit ist der zentrale Faktor unter Bedingungen von Gleichheit, Sicherheit und Würde. Für eine bessere Zukunft für Frauen* und Männer*, ihre Familien, Gemeinden und für die Gesellschaft.

Zum Schluss noch ein paar spannende Fakten der UN zum heutigen Aktionstag:

  • Das Beschäftigungswachstum seit 2008 betrug durchschnittlich nur 0,1 Prozent pro Jahr, verglichen mit 0,9 Prozent zwischen 2000 und 2007.

  • Über 60 Prozent aller Beschäftigten haben keinen Arbeitsvertrag.

  • Weniger als 45 Prozent sind auf Vollzeitbasis fest angestellt, und selbst dieser Anteil geht zurück.

  • Bis 2019 waren mehr als 212 Millionen Menschen arbeitslos (gegenüber 201 Millionen in den Vorjahren).

  • Bis 2030 müssen 600 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden, um mit dem Wachstum der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter Schritt zu halten.

Quellen:

Und was steht noch für ein hohes Maß an Solidarität? Eine starke Gewerkschaft!

Dafür brauchen wir eure Rückendeckung: als ver.di-Mitglied und damit als Teil unserer Basis. Denn je mehr wir sind, umso größer ist unsere Durchsetzungskraft!
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