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Tarifinfo DAK: Viel Stillstand, wenig Fortschritt

Gesetzliche Krankenversicherung

Tarifinfo DAK: Viel Stillstand, wenig Fortschritt

Tarifverhandlungen zur Reorganisation der Zentrale der DAK-Gesundheit treten auf der Stelle.
Geschäftsmann warten Langeweile Stillstand imagedb_seller, Bild-ID #32996741, Depositphotos.com Bei der DAK warten wir immer noch auf Details und konkrete Verhandlungen...

Die Tarifverhandlungen mit der DAK-Gesundheit am 9. und 10. Januar 2019 zur Reorganisation der Unternehmenszentrale wurden ohne wesentliche Fortschritte vertagt.

Am 2. Juli 2018 hatte der Vorstand der DAK-Gesundheit die Kolleginnen und Kollegen der Zentrale über die anstehende Reorganisation und den damit verbundenen Stellenabbau informiert. Nun, sieben Monate später, hat der Vorstand immer noch kein in sich geschlossenes Konzept vorlegen können. Ganz im Gegenteil...

Anlage 12 gilt!

Zum Verhandlungsbeginn musste erneut die grundsätzliche Frage erörtert werden, ob die Anlage 12 zum Manteltarifvertrag nun gilt oder nicht. In der Verhandlung wurde nun erklärt, dass sie selbstverständlich gilt!

Verlagerung in die Fläche sinnvoll?

In den Verhandlungen hat die ver.di-Verhandlungskommission außerdem versucht, Schwachstellen der vorgesehenen organisatorischen Maßnahmen darzulegen und auf die Risiken eindringlich hingewiesen, insbesondere in Bezug auf Verwaltungskosten und personelle Abläufe. Hier sei vor allem die Verlagerung der Widerspruchsbearbeitung in die Fachzentren genannt.

Von uns vorgetragene haushaltswirksame unnötige Mehrausgaben wurden vom Vorstand nicht gewürdigt. Das ist für uns unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht nachvollziehbar.

ver.di hält an ihrer Forderung fest, dass das geplante Dienstleitungszentrum in der Zentrale verbleibt. Aus den bisherigen Darstellungen wird nicht klar, dass ein solches Zentrum tatsächlich mit aller Konsequenz eine sogenannte Flächendienststelle werden muss.

Unsere weiteren Forderungen

Bei den wichtigen Fragen – Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und wohnortnaher Einsatz bei Versetzungen aus der Zentrale heraus – konnte noch keine Einigung erzielt werden, da die inhaltliche Ausgestaltung noch nicht übereinstimmt.

Auch die Frage der Besitzstandsregelung ist noch strittig. Für ver.di ist klar, dass eine Besitzstandsregelung ohne Abschmelzung und dynamisch vereinbart wird. Eine statische Regelung, wie vom Vorstand gefordert, kann es nicht geben.

Qualifizierungsmaßnahmen für neue Aufgaben müssen klar geregelt werden: Wir fordern keine Allgemeinheiten, sondern konkrete Maßnahmen.

»Weiterbildungsfreizeit« haben wir in die Verhandlungen eingebracht, das Thema muss weiter diskutiert werden. Andere Unternehmen haben, v.a. im Zusammenhang mit den Veränderungen durch Digitalisierung, schon längst den Sinn einer solchen Regelung erkannt.

Eine weitere ver.di-Forderung ist, Outsourcing-Maßnahmen tarifvertraglich auszuschließen.

Die Beschäftigten erwarten Klarheit

Wir haben dem Vorstand sehr deutlich gemacht, dass in der nächsten Verhandlungsrunde am 5. Februar 2019 nunmehr detaillierte Unterlagen vorgelegt werden müssen, um endlich in konkrete Verhandlungen einsteigen zu können.

Die Kolleginnen und Kollegen der Zentrale haben ein Recht darauf, endlich konkrete Antworten auf die offenen Fragen zu bekommen!

Unsere Tarifinfos gibt es auch hier als PDF zum Ausdrucken und Verteilen (für alle, die nicht so gerne online lesen):


Stark mit euch, stark mit ver.di

Weiterhin gilt: Gebt uns Rückendeckung in eurem eigenen Interesse!


Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

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Ich will mehr Infos zu ver.di!

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