HEK & vdek

HEK/vdek: Tarifverhandlung zur Sicherung der Betriebsrente

Gesetzliche Krankenversicherung

HEK/vdek: Tarifverhandlung zur Sicherung der Betriebsrente

Klärung der Finanzierungslücke und Beteiligung der Beschäftigten
Altersvorsorge Betriebsrente Rente Pension Photosg, depositphotos.com Gerade heute ist die Betriebsrente ein Schatz, den es zu sichern gilt!

Auf Antrag der Arbeitgeberseite haben wir die Tarifverhandlung zur Sicherung der Betriebsrente (Anlage 7) aufgenommen. Hierbei lag der Schwerpunkt auf der Frage, wie hoch die Deckungslücke und damit ein möglicher Sanierungsbeitrag ist.

Der Betriebsrente liegt eine beitragsorientierte Leistungszusage zugrunde. Daraus folgt eine attraktive Betriebsrentenzusage für die Beschäftigten bei der HEK und dem vdek.

Wie bei vielen kapitalgedeckten Betriebsrentenzusagen ist die Finanzierung dieser Zusagen wegen der andauernden Niedrigzinsphase in eine Unterfinanzierung geraten. Einfach ausgedrückt: Mit den derzeit entrichteten Beiträgen lässt sich das bestehende Betriebsrentenniveau nicht mehr auskömmlich finanzieren.

Im Prinzip stehen drei Lösungsoptionen zur Verfügung: eine Rentenkürzung, eine Beitragsanpassung oder eine Mischung aus beiden. Eine Leistungs- und Rentenkürzung kommt für ver.di nicht in Frage!

Auf Grundlage der Aktuar-Berechnungen liegt bei der heutigen Fondentwicklung der angelegten Summen ein Fehlbetrag für die HEK von 1,51 Prozent und für den vdek von 1,9 Prozent vor. Eigentlich geht es nun darum, wie dieser Fehlbetrag finanziert wird, also welchen Anteil nun die Arbeitgeberseite zahlt und welchen die Beschäftigten übernehmen.

Bisher ist geregelt, dass laut Anlage 7 des Tarifvertrages die Beschäftigten 1,41 Prozent und die Arbeitgeberseite 2,59 Prozent einbezahlen. Für uns ist die Betriebsrente ein unverzichtbares Element für die Altersversorgung zur Ergänzung der gesetzlichen Rente. Gerade heute ist sie ein Schatz, den es zu sichern gilt.

Deshalb haben wir selbstverständlich im gemeinsamen Interesse die Tarifverhandlung zur Sicherung der betrieblichen Altersversorgung aufgenommen.

In der heutigen Verhandlung hat uns die Arbeitgeberseite damit überrascht, dass sie für die bestehenden Beschäftigten zwar einen noch zu verhandelnden Sanierungsbeitrag, aber für künftige Neueinstellungen ein niedrigeres Niveau der Betriebsrente vereinbaren wollen. Die ver.di-Tarifkommission lehnt dieses Vorhaben ab!

Wir wollen ein gemeinsames und einheitliches System mit gleichen Ansprüchen. Das ist möglich, wenn wir uns auf einen Sanierungsbeitrag verständigen, an dem die Beschäftigten bereit sind, sich zu beteiligen.

Würde man die Forderung der Arbeitgeberseite umsetzen, erhöht sich der Sanierungsbeitrag z.B. bei der HEK auf 2,67 Prozent (statt 1,51 Prozent) für die heutigen Beschäftigten. Dieses Ansinnen der Arbeitgeberseite ist also aus unserer Sicht sogar teurer und würde ein Zweiklassensystem bei der Betriebsrente schaffen. Das lehnen wir strikt ab!

Die Tarifverhandlungen werden am 10. Februar 2021 fortgesetzt.

Für Fragen und Meinungen stehen euch die Mitglieder der ver.di-Tarifkommission telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Ihr könnt auch an die Verhandlungsführung mailen.

Diese Tarifinfos gibt es hier als PDF, gerne auch zum Weiterverteilen bei euch im Betrieb: 


Übrigens: Gute Tarifergebnisse sind für uns alle wichtig!

Aber nur mit einer starken Basis, also vielen Mitgliedern, gibt es gute Tarifverträge! Deswegen gilt unverändert: Mischt euch ein und macht mit!
Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Nichts wie los – für faire Tarife bei der HEK und beim vdek!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

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