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Tarifinfo IKK: Arbeitgebervorstellung ist ein "TV light"

Gesetzliche Krankenversicherung

Tarifinfo IKK: Arbeitgebervorstellung ist ein "TV light"

Bilanz zur zweiten Verhandlung in den Tarifverhandlungen Rationalisierungsschutz
Hunger Diät Schmalspur wenig schmal Ryan McGuire, pixabay.com Abspecken fällt aus: Eine Schmalspur-Variante des bestehenden Tarifvertrags ist mit uns nicht zu machen!

Die Tarifverhandlungen 2020 zum Rationalisierungsschutz bei der IKK gestalten sich schwierig...

In der ver.di-Verhandlungskommission ist nach der zweiten Verhandlungsrunde der Eindruck entstanden, dass der Arbeitgeber als zukünftigen "Tarifvertrag Rationalisierungsschutz" eine Light-Version des bestehenden TV IKK classic 2020 favorisiert.

Die bisherigen Vorstellungen des Arbeitgebers:

  • Geltungsbereich nur noch für Tarifbeschäftigte, Ausschluss für DO-Angestellte;
  • Lediglich bei mitbestimmungspflichten Tatbeständen hätten die Betroffenen Anspruch auf die Leistungen aus dem Tarifvertrag;
  • kein dauerhafter Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen;
  • Laufzeit bis Ende 2025, wobei der bisherige Rationalisierungsschutz-TV durch diesen Tarifvertrag abgelöst werden soll;
  • Neuregelung bzw. womöglich Absenkung der Mobilitätshilfen;
  • nur noch zeitlich befristeter Rückgruppierungsschutz mit entsprechender Regelung der Abschmelzung;
  • Ausweitung der Möglichkeiten zu sachgrundlosen Befristungen;
  • keine Bereitschaft zur Aufnahme von tariflichen Regelungen bzw. tariflichen Bezugnahmen zum Thema „mobiles Arbeiten“.

Umfassender Schutz für Beschäftigte bei Organisationsveränderungen bzw. Rationalisierungsmaßnahmen sieht für ver.di anders aus!

Unsere Forderung ist die Fortführung des TV 2020 mit folgenden Änderungen:

  1. Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen;
  2. Versetzung:
    - Ausschluss von sogenannten Kettenversetzungen;
    - Berücksichtigung von Fachlichkeit UND sozialen Gesichtspunkten;
    - dauerhafter Rückgruppierungsschutz bei einer arbeitgeberinitiierten Versetzung;
  3. Verbesserung der bisherigen Mobilitätsunterstützungen;
  4. Recht auf mobiles Arbeiten;
  5. Übergang in den Ruhestand: Beschäftige haben das Recht, bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Abfindung zu wählen, ob Abfindung als Einmalzahlung oder in monatlichen Beträgen mit entsprechender Freistellung gezahlt wird;
  6. Besonderer Kündigungsschutz analog zum TV Rationalisierungsschutz.

Die Verhandlungen werden am 29. Oktober 2020 fortgesetzt.

Für ver.di ist klar, dass wir einen Nachfolgetarifvertrag für den TV 2020 brauchen. Aber nicht um jeden Preis. Sollte keine Einigung bis Ende des Jahres erzielt werden können, gilt ab dem 1. Januar 2021 für die ver.di Mitglieder wieder der TV Rationalisierungsschutz. Und nicht immer sind langjährige und bewährte Regelungen etwas Schlechtes!

Eure ver.di-Verhandlungskommission: Karin Funck, Sandra Hensel, Harald Meyer, Ilka Saarow, Sylvi Krisch (Verhandlungsführerin)

Diese Tarifinfos gibt es hier als PDF, gerne auch zum Weiterverteilen an die Kolleginnen und Kollegen:


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