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Tarifinfo KKH: DHV und GdS haben sich über den Tisch ziehen lassen!

Gesetzliche Krankenversicherung

Tarifinfo KKH: DHV und GdS haben sich über den Tisch ziehen lassen!

Entgeltrunde 2019 verhandelt, auch betriebliche Altersvorsorge nahezu abgeschlossen.
Taschenspieler Trick austricksen Falsches Spiel milla74, Bild-ID #8349759, Depositphotos.com Satz mit X: Der KKH-Vorstand hat GdS und DHV ordentlich über den Tisch gezogen.

Die DHV Berufsgewerkschaft und die Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) haben die Entgeltrunde 2019 verhandelt und auch noch zur betrieblichen Altersvorsorge nahezu abgeschlossen.

Die Verhandler von GdS und DHV haben sich dabei nach Einschätzung der ver.di vom Vorstand der KKH auf massivste Weise über den Tisch ziehen lassen!

Fakt ist, dass dieser mögliche Abschluss von GdS und DHV nicht für ver.di-Mitglieder gilt! Und es bleibt zu hoffen, dass dieser mögliche Abschluss bei den Mitgliedern von DHV und GdS in der noch nicht einmal in den Veröffentlichungen benannten Erklärungsfrist keine Mehrheit finden wird! ver.di wird diesen Abschluss auf keinen Fall unterzeichnen.

Auch die prozentualen Steigerungen, die in diesem Abschluss enthalten sind, erscheinen in einem völlig anderen Licht, wenn man sich vor Augen hält, dass der Verwaltungsrat der KKH für das Jahr 2019 bereits höhere Personalkostensteigerungen in den Haushalt eingestellt hat! Die Verhandler von GdS und DHV geben sich aber bereits bei 3 % für 2019 und 1 % ab dem 01.01.2020 zufrieden und klopfen sich gegenseitig für den erreichten Erfolg auf die Schultern. Selbst die Beschäftigten der IKK’en fahren mit Gehaltssteigerungen von 2 % für 2019 und 3,2 % ab dem 01.01.2020 erheblich besser.

Unsere ver.di Mitglieder haben uns einen klaren Auftrag für die nächsten Verhandlungen am 25. März 2019 erteilt, für dessen Durchsetzung wir gemeinsam mit ihnen kämpfen werden.

Die von GdS und DHV vereinbarte Regelung zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) macht dabei deutlich: Ohne Expertise geht es nicht!

ver.di hat mit Dr. Oliver Dilcher aus dem Tarifsekretariat des öffentlichen Dienstes der ver.di-Bundesverwaltung einen ausgewiesenen Experten zur Altersversorgung zu den Verhandlungen hinzugezogen.

Nur so konnte der Vorstand nach langen Verhandlungen überzeugt werden, z.B. über einen alternativen Durchführungsweg nachzudenken. Dadurch sind erhebliche Entlastungen für den Arbeitgeber möglich, ohne in das Leistungsrecht der Beschäftigten einzugreifen.

Bis zum heutigen Tag hat der Vorstand keinen glaubhaften und schlüssigen Beweis vorlegen können, dass sich die betriebliche Altersversorgung bei der KKH in einer tatsächlichen aktuellen Krise befindet. Eine aktuelle krisenhafte Zuspitzung bei der bAV wird selbst vom Vorstand Dr. Vollert ausdrücklich verneint!!!

Ohne schlüssige Darlegung eines akuten oder künftigen Handlungsbedarfs ist es aus unserer Sicht fahrlässig, ernsthaft über materielle Konsequenzen nachzudenken.

Wenn heute z.B. auf eine Gehaltserhöhung von 18 Euro monatlich verzichtet wird, so ergeben sich daraus für die einzelnen Beschäftigten materielle Verluste z.B. über einen Beschäftigungszeitraum von 40 Jahren in Höhe von ca. 16.500 Euro (bei 3% Zins), ca. 20.900 Euro (bei 4 % Zins wie in der Anlage 7 TV-KKH).

Tarifnormen für Entgelterhöhungen werden zunächst einmal befristet über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren festgelegt. Schon deshalb ist es falsch, Entgeltrunden und Betriebsrentenverhandlungen in einem Gesamtvolumen zu betrachten und zu vermengen.

Diese Tarifinfo gibt es hier als PDF, gerne auch zum Ausdrucken und Verteilen (für alle, die lieber offline lesen):


Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

Also, Leute: Gebt uns Rückendeckung in eurem eigenen Interesse!


Immer noch nicht Mitglied bei ver.di?

Dann mal los – für ein gutes Spielende und faire Arbeit bei der KKH!


Ich will mehr Infos zu ver.di!

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