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Tarifinfo: Keine Einigung zur KKH-Rente in Sicht

Gesetzliche Krankenversicherung

Tarifinfo: Keine Einigung zur KKH-Rente in Sicht

Will der Vorstand etwa eine Zweiklassengesellschaft beim Entgelt installieren?

KKH-Rente: Einigung nicht in Sicht!

Auch bei einem erneuten Verhandlungstermin am 04.Juni 2018 zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) bei der KKH, konnte kein Ergebnis erzielt werden.
Die Verhandlungspositionen des Vorstands der KKH und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di waren zu weit auseinander.
ver.di hat einen konstruktiven Vorschlag unterbreitet. Danach sollen bei den Bestandsbeschäftigten keine Eingriffe in das Leistungsrecht, weder in erworbene noch in künftig zu erwerbende
Ansprüche, vorgenommen werden. Im Gegenzug wird der Eigenanteil von 1,41% um 0,4% auf 1,81% angehoben. Darüber hinaus wären wir bereit eine Revisionsklausel zu akzeptieren,
nach der wir nach fünf Jahren die Vereinbarung einer Prüfung unterziehen würden. Niemand kann zurzeit bewerten wie sich das Zinsrisiko und die demografischen Gegebenheiten weiterentwickeln. Bei Neubeschäftigten würde die Leistung auf der Basis einer leistungsorientierten Beitragszusage mit einem Garantiezins von 2% (statt 4%) und einer ferneren Lebenserwartung auf der Basis der Sterbetafel Heubeck 2005 G (Bestandsbeschäftigte Heubeck 1998) errechnet. Dies hätte im Ergebnis eine große Entlastung ergeben!

Im Endeffekt blieben den Bestandsbeschäftigten die Betriebsrenten in der zugesagten Höhe erhalten und die Neubeschäftigten hätte eine attraktive und planbare Betriebsrente in der
Zukunft. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ein unseres Erachtens sinnvoller Vorschlag. Dieser wurde als nicht ausreichend von der Arbeitgeberseite bewertet.
Sie forderten einen Sanierungsbeitrag von mehr als 6 %, ohne den Nachweis der zwingenden Notwendigkeit!
Im Gegenteil betonte der Vorstand erneut, dass die KHH-Rente kein Sanierungsfall ist!!!

Diesen Widerspruch in sich vermochte der Vorstand erneut nicht aufzulösen! Nach gewerkschaftsseitiger Auffassung ist dieser Wert von 6 % viel zu hoch.
ver.di geht von einem Sanierungsbeitrag in Höhe von etwas über 2 % aus. Dafür wären wir bereit gewesen in Analogie zu anderen Tarifabschlüssen (z.B. öD, HKK Bremen, AOK etc.) 0,4% als Eigenbeitrag der Beschäftigten zu akzeptieren.

Der Vorstand hat uns gegenüber erklärt, in zukünftigen Gehaltsrunden ein Sonderopfer von den Bestandsbeschäftigten zu fordern. Nach ihrer
Ansicht sollten nur noch „Neubeschäftigte“ die volle Lohnerhöhung erhalten. Altbeschäftigte nur Teile davon und zusätzlich davon auch noch Sanierungsbeiträge zur betrieblichen Altersversorgung leisten.
Diesen Vorschlag haben wir als abwegig bewertet und nochmals unterstrichen, dass unser beschriebener Vorschlag unsere äußerste Schmerzgrenze darstellt und unser letztes Angebot
ist!

Will der Vorstand also eine Zweiklassengesellschaft bei den Beschäftigten beim Entgelt installieren?
Neubeschäftigte bekämen mehr Entgeltsteigerung als Altbeschäftigte?
Ist dies die besondere KKH-Form der Wertschätzung der Beschäftigten?
Die ver.di-Tarifkommission wird sich in ihrer Sitzung 12.Juli 2018 mit der Problematik erneut befassen und das weitere Vorgehen beraten.

Wir werden zeitnah darüber berichten.