Techniker Krankenkasse

Das Gespenst „Minderleistung am Arbeitsplatz“

Gesetzliche Krankenversicherung

Das Gespenst „Minderleistung am Arbeitsplatz“

Wir bringen Licht ins Dunkel zum Thema "low performer" bei der Techniker Krankenkasse.
High Performer Illustration Reinhard Alff Gemeinsam geht es besser!

"Low performer" in der TK: ver.di steht für Unterstützung statt schneller Trennung! 

Der Begriff „leistungsschwache Beschäftigte“ oder „low performer“ geistert auch in der Techniker Krankenkasse herum. Jetzt könnte man sagen: kein Wunder. Denn rein statistisch gesehen gibt es in jedem Unternehmen einen rund zehnprozentigen Anteil von leistungsschwachen Beschäftigten. ABER:

Gefühlt ist dieses Thema bei der Techniker Krankenkasse nicht mit Transparenz und klaren Vorgaben hinterlegt, sondern wird oftmals als Mittel des Personalabbaus erlebt!

Deshalb ist es wichtig, Licht ins Dunkel zu bringen!

Wie ist die Definition für minderleistende Beschäftigte?

  • Als sogenannte „low-performer“ zählen laut herrschender Meinung Beschäftigte, die ihre persönliche Leistungsfähigkeit nicht voll ausschöpfen und die durchschnittlichen Leistungen vergleichbarer Beschäftigter deutlich unterschreiten.
  • Grundlage der Leistung sind die im Arbeitsvertrag bzw. in der Stellenbeschreibung festgehaltenen Leistungen.

Die Leistungspflicht ist aber laut Rechtsprechung eine individuelle. Mit anderen Worten: Wer überdurchschnittliche Leistungen erbringen kann, ist in der Konsequenz verpflichtet, diese auch zu erbringen. Umgekehrt erfüllen Beschäftigte, die nur zu unterdurchschnittlichen Leistungen fähig sind, mit einer unterdurchschnittlichen Leistung ihre Arbeitspflicht.  

Was bedeutet eine erhebliche Unterschreitung der Leistungspflicht?

Das Bundesarbeitsgericht geht von einer erheblichen Unterschreitung aus, wenn Beschäftigte ihre durchschnittliche Leistung dauerhaft um 1/3 unterschreiten.

Dabei werden an eine Kündigung wegen Minderleistung arbeitsrechtlich gesehen sehr hohe Anforderungen gestellt. Es müssen besonders auffällige Leistungsunterschiede zwischen vergleichbaren Beschäftigten vorliegt. Zudem muss der Arbeitgeber die Normalleistung definieren.

Alles hat seine Ursachen! Die Gründe für Minderleistung am Arbeitsplatz können vielfältig sein:

  • Unter- bzw. Überforderung
  • Schlechte Kommunikation zwischen Führungskraft und Beschäftigten
  • Schwierigkeiten in Arbeitsabläufen
  • keine empfundene Anerkennung neben dem Gehalt
  • private Probleme
  • u.v.m.

Aus Sicht von ver.di gibt es keine „low performer“!

Es kann Situationen geben, in denen Beschäftigte eine Minderleistung erbringen. Worauf es dann ankommt, ist eine Gesprächsebene, in der wertschätzend nach gemeinsamen Lösungen mit den Beschäftigten gesucht wird, um sie wieder in die Lage zu versetzen, ihren Job mit Power machen zu können.

Was tun, wenn ich zum Gespräch gebeten werde?

  1. Niemand muss alleine in ein Personalgespräch. Wichtig ist, sich ein Mitglied des örtlichen Personalrates mit ins Gespräch zu nehmen.
  2. Sollte es so sein, dass im Gesprächstermin mit unterschiedlichen Vorwürfen konfrontiert wird, bitte Ruhe bewahren.
  3. Sollte im Gespräch dann zum Beispiel ein Aufhebungsvertrag vorgelegt und mit Kündigung bei Nichtunterzeichnung gedroht werden – nichts muss sofort unterschrieben werden!  Beschäftigte können dazu auch nicht gezwungen werden. Eine Kündigung wäre in diesem Fall anfechtbar!

Deshalb: Rat und Hilfe suchen!

Unsere Mitglieder erhalten sofort eine Rechtsberatung in den ver.di Bezirken vor Ort, bei der die weitere Vorgehensweise besprochen wird. Und wenn es nötig ist, erhalten sie Rechtsbeistand bis in die letzte Instanz. Wendet euch an euren zuständigen ver.di Bezirk!

Stark mit ver.di. Stark mit euch!

Wir kämpfen weiter für gute Arbeitsbedingungen. Und ihr könnt mithelfen:

Gebt uns Rückendeckung – in eurem eigenen Interesse! Denn je mehr wir sind, desto besser ist unsere Verhandlungsposition.


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